Vierfach Strom für Elektrofahrzeuge

Posted by Honda-Elbvororte-Team
on 29 Mai 2017

Offenbach am Main, 29. Mai 2017 – Offenbach ist Standort der ersten öffentlichen Ladesäule mit neuester 940V-Hochvolttechnologie, an der gleichzeitig bis zu vier Fahrzeuge mit unterschiedlichen Steckertypen laden können. Die Firma Honda R&D Europe baut und betreibt die Ladesäule in einem der modernsten Photovoltaik-Carport am eigenen Firmensitz in Bieber. Die Anlage gehört zum Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Smart Company“. Die Stadt Offenbach mit dem Amt für Umwelt, Energie u. Klimaschutz und die regionale Projektleitstelle „Modellregion Elektromobilität Rhein-Main“ unterstützen dieses Forschungsprojekt. Der Betrieb an der neu entwickelten Ladestation in Kombination mit Photovoltaik-Technik ist am Montag, 29. Mai, mit einer Eröffnungsfeier gestartet. Bernhard Maßberg Abteilungsleiter für Mobilität im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMVEL) begrüßte die Maßnahme zur Förderung der Elektromobilität. Der Offenbacher Oberbürgermeister reiste mit dem städtischen Elektroauto an und gratulierte zur Einrichtung des eigens für die Ladesäulen entwickelten Carports.

 

Vier Elektrofahrzeuge können zur gleichen Zeit mit insgesamt maximal 150 Kilowatt geladen werden. Ein dynamisches Lademanagement sorgt für die Energieverteilung. Kostenlos können auch Elektrofahrräder und Elektroroller an der Station geladen werden. Die Leiterin der Regionalen Projektleitstelle Modellregion Elektromobilität Rhein-Main, Anja Georgi, begrüßte die neue Initiative als Unterstützung für die E-Mobilität als Teil der Offenbacher Identität.

Ziel des Projektes ist die effiziente und intelligente Nutzung der Energieressourcen. Derzeit werden 35 Prozent der Energie in Deutschland mit Windkraft und Solarfeldern erzeugt. Das Forschungsprojekt will Energie aus Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung zu den Verbrauchern wie Heizung, Kühlung und Labore bringen. Die Ladesäule ist Teil des gesamten Energiekonzeptes und wird über erneuerbare Energie aus Photovoltaik-Anlagen von Honda und anderen alternativen Energiequellen versorgt. Mit einer zentralen Steuerung wird ein vorausschauendes Energiemanagement angestrebt, das zur Stabilisierung lokaler und überregionaler Netze beitragen kann – daher werden auch Informationen der Stromversorger und Netzbetreiber eingebunden.

Honda R&D wird die Anlage auch für interne Forschungsaktivitäten nutzen, um die Entwicklung seiner globalen Aktivitäten im Bereich „Elektromobilität“ voranzutreiben. Für Forschungszwecke werden Daten der Ladevorgänge an der Ladestation erhoben und ausgewertet. „Wir wollen alle aus dem Projekt lernen“, erklärt Honda Projektleiter Martin Stadie. „Das Projekt ist langfristig angelegt. Wir wollen die Elektromobilität weiter voranbringen und neue Synergien für unsere Kunden entwickeln.“

Für die Anlage, die den Anforderungen der aktuellen Ladeinfrastrukturverordnung des Bundes entspricht, hat Honda keine öffentliche Förderung in Anspruch genommen.

Im weiteren Projektverlauf will Honda R&D die Einbindung einer Wasserstofftankstelle mit integrierter Wasserstofferzeugung verwirklichen. Die „Smart Hydrogen Station“ ist eine hochkompakte Anlage zur Wasserstofferzeugung mittels Elektrolyse, integriertem Hochdruckspeicher und Betankungsanlage. Sie wird am Standort Offenbach in das „Smart Company“-Projekt integriert und kann ausschließlich über erneuerbare Energien mit Strom versorgt werden. Sie kann weiterhin als Energiespeicher für den Strommarkt dienen und zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Der Wasserstoff wird zur Betankung der Brennstoffzellenfahrzeugflotte von Honda genutzt. Im Bereich „Wasserstoffinfrastruktur“ sind ebenfalls zusätzliche Forschungsaktivitäten geplant.

Honda erhofft sich davon die europäische Zulassung für den Betrieb im öffentlichen Raum sowie technische Weiterentwicklungen wie beispielsweise schnellere Betankungsmöglichkeiten oder die Integration von neuen, standardisierten Betankungsprotokollen.

 

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